24h Nürburgring

Nachgereicht zum 24 h Rennen auf dem Nürburgring in der grünen Hölle der Eifel.
Mittwoch Ankunft und alle Abnahmen erledigt.

Den neuen Fahrer im Bunde kennengelernt und Nachmittags beim Adenau Racing Day das Auto vorgestellt, Interviews gegeben und fleißig Autogramme verteilt. Abends mit dem Team gegrillt und Spaß gehabt.

Ein echt tolles Team und die Fahrer verstanden sich sofort bestens.
Donnerstag dann noch unsere Fans im Brünnchen besucht (Echt wilde Truppen, aber super herzlich und nett), bevor es zum Nachttraining ging.

Das Wetter meinte es nicht so gut mit den Teilnehmern und die Devise hieß vorerst: Nicht übertreiben, Auto unbedingt Heil lassen. Das gelang uns allen bestens und wir merkten schnell, dass wir alle auf dem selben Level unterwegs waren. In den letzten beiden Trainingsrunden gab Teamchef Mirco dann doch noch „Feuer frei“ für Daniel und er stellte unseren Opel Astra OPC Cup von Lubner Motorsport auf die Poleposition in der Klasse Cup 1.
Damit hatten wir unser Fähnchen gesetzt und gingen am Freitag völlig unbesorgt in das 2. Pflichttraining.

Nach ein par Runden zum Warmwerden stellten wir den Astra ab und warteten auf die Dinge, die da kommen sollten. 
Diese kamen dann auch. Das Wetter wurde immer besser und die Strecke trocknete mittlerweile vollständig ab. Ca eine halbe Stunde vor Beendigung der Trainingssitzung machte sich das Team um den Opel Motorsportchef Volker Stryczek auf den Weg um unsere Bestzeit zu unterbieten.
Somit herausgefordert hatte ich das Vertrauen von Mirco Lubner, mit einer tollen Schlussrunde im Training klarzustellen, dass mit uns gerechnet werden muß.

Diesen Auftrag habe ich gerne angenommen und hatte die vorgelegte Zeit vom Team Stryczek in den Zwischenzeiten teils weit unterboten, als sich ein Porsche kurz vor mir verabschiedete und ich meine Geschwindigkeit unter „Doppel gelb“ stark verringern mußte. Somit blieb uns mit lediglich drei Sekunden Rückstand auf P1 nur der dritte Startplatz in der Cup 1 Klasse.

Da aber alle drei Erstplatzierten Autos auch in der dritten Startgruppe auf den ersten drei Startplätzen standen, war das relativ egal, da keine weiteren Teilnehmer dieser Startgruppe vor uns platziert waren.
Daniel Bohr durfte den Start fahren. Bereits in der Mercedes Kurve kam er als führender der dritten Startgruppe an um anschließend von einem der nachfolgenden Fahrer derartig abgedrängt zu werden und zwei Plätze zurückfiel. In der zweiten Runde überschätzte sich dann wiederum ein Cup BMW ( die vertragen es offensichtlich nicht wenn ein Opel vor ihnen fährt) und fuhr uns das Heck ab. 
Ohne Heckschürze ging es dann allerdings ca 17 Std. völlig problemlos weiter. In der fünften Runde übernahmen wir die Spitze und konnten diese ca 12 Std mit fast 8 Min. Vorsprung halten bevor wir plötzlich mit sehr hohen Motortemperaturen zu kämpfen hatten. 10 Min. Standzeit zur abkühlen und Verkürzung der zu fahrenden Stints sowie Drosselung der Motordrehzahl sollten in soweit Abhilfe schaffen, dass wir das Auto noch ca 7 Std mit einem sich langsam verabschiedenden Motor ins Ziel bringen sollten. 
Die Zuversicht im Team war sehr gemischt. Nur wenige, aber vor allen Dingen die Fahrer glaubten daran, dass der Opel diese Tortur wirklich durchstehen würde.
Nachdem auch noch weitere 8 Min. durch einen Reifenschaden, der vor mehreren tausend Zuschauern direkt am Ende der Zielgeraden repariert wurde, verloren gingen, wollten wir den Vorsprung von ca 2 Runden auf den hinter uns an Platz drei platzierten Opel letztendlich irgendwie halten.

Der Vorsprung wurde merklich geringer aber als Daniel dann in die letzten Runden einbog, war die Spannung fast unerträglich. Alle Teammitglieder fieberten in der Boxengasse und an der Boxenmauer mit und als er endlich, nach über 24 Stunden über die Ziellinie fuhr waren wir alle mehr als glücklich und zufrieden mit der Leistung des Autos, des gesamten Teams und den Fahrern.
Wir freuen uns über einen, vor allen Dingen unter diesen Umständen, tollen zweiten Platz in der Klasse Cup 1. 

Somit Podium und Pokal.
Vielen Dank an alle die dabei waren und an die, die mir diesen tollen Sport ermöglichen!